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Welcher Kartentyp passt zu meinem Betrieb?

1. September 2026 · WalletPass Club

Vier Kartentypen decken fast jeden Fall ab: die Stempelkarte für gleichartige Besuche, die Punktekarte für unterschiedliche Umsätze, die Rabattkarte für einen festen Vorteil und den Mitgliedsausweis für eine Zugehörigkeit. Die Wahl hängt weniger von der Branche ab als davon, ob das, was der Kunde tut, immer gleich viel wert ist. Wechseln lässt sich später nur mit neuen Karten, deshalb lohnt die Entscheidung vorab.

Die meisten Betriebe fragen zuerst nach der Branche. Der bessere Ausgangspunkt ist eine andere Frage: Ist jeder Besuch gleich viel wert? Aus der Antwort folgt der Kartentyp fast von allein.

Die vier Typen auf einen Blick

TypPasst, wennWas der Kunde siehtTypisch für
Stempelkartejeder Besuch gleich zähltPunktreihe, etwa 7 von 10Café, Bäckerei, Friseur, Waschanlage
Punktekarteder Umsatz je Besuch schwanktPunktestand und ZielEinzelhandel, Onlineshop, Restaurant
Rabattkarteder Vorteil immer gleich istProzentsatz oder BetragMitarbeiterrabatt, Partnerkonditionen
MitgliedsausweisZugehörigkeit zählt, nicht SammelnStufe und VorteileVerein, Fitnessstudio, Club

Stempelkarte

Der Klassiker aus Papier, nur ohne Verlustrisiko. Ein Besuch, ein Stempel, nach einer festen Anzahl die Belohnung. Ihre Stärke ist die Einfachheit: Jeder versteht sie sofort, und der Fortschritt ist auf einen Blick zu sehen.

  • Gut bei gleichartigen Käufen — ein Kaffee ist ein Kaffee.
  • Schlecht, wenn jemand für 4 € oder für 40 € kauft und beides einen Stempel gibt.
  • Fünf bis zehn Stempel sind üblich; weniger wirkt erreichbarer, mehr bindet länger.

Punktekarte

Punkte bilden ab, was die Stempelkarte nicht kann: unterschiedliche Beträge. Ein Euro Umsatz ergibt einen Punkt, ab einer Schwelle gibt es die Prämie. Der Preis dafür ist Erklärungsbedarf — „hundert Punkte" ist abstrakter als „zehn Stempel".

Ein häufiger Fehler ist eine zu hohe Schwelle. Wer 500 Punkte für eine Prämie verlangt und pro Besuch fünf vergibt, verlangt hundert Besuche. Das entmutigt, statt zu binden.

Rabattkarte

Hier wird nicht gesammelt: Der Vorteil steht fest und gilt ab dem ersten Vorzeigen. Das eignet sich überall dort, wo eine Gruppe dauerhaft anders behandelt wird — Mitarbeitende, Partnerbetriebe, Vereinsmitglieder in einem Partnergeschäft.

Mitgliedsausweis

Der Ausweis belegt eine Zugehörigkeit und trägt oft eine Stufe: Basis, Gold, Platin. Er zählt nichts hoch, sondern zeigt einen Status — und ist deshalb der einzige Typ, der auch ohne jede Transaktion sinnvoll bleibt.

Was die Wallets technisch daraus machen

Apple Wallet und Google Wallet kennen die Unterscheidung in dieser Form nicht. Bei WalletPass Club werden alle vier Typen als Apple-storeCard und als Google-Loyalty-Objekt ausgegeben; der Unterschied liegt in den Feldern, der Beschriftung und der Grafik im Streifenband. Für den Kunden ist der Unterschied sichtbar, für die Wallet-App ist es dieselbe Gattung.

Eintritts- und Bordkarten sind eigene Gattungen der Wallets mit anderen Regeln. Sie sind hier nicht gemeint — bei den vier Typen oben geht es um Kundenbindung, nicht um Zutritt.

Kann ich den Kartentyp später wechseln?

Für neue Karten jederzeit. Bereits ausgegebene Karten behalten ihren Typ, weil Stand und Bedeutung sonst nicht zusammenpassen würden. In der Praxis lässt man die alte Vorlage auslaufen und gibt neue Karten im gewünschten Typ aus.

Kann ein Betrieb mehrere Kartentypen gleichzeitig nutzen?

Ja. Eine Stempelkarte für den Mittagstisch und ein Mitgliedsausweis für den Stammtisch schließen sich nicht aus. Jede Vorlage ist eigenständig, Kunden können mehrere Karten im Wallet haben.

Was ist mit Gutscheinen über einen festen Betrag?

Ein aufladbarer Geldbetrag ist etwas anderes als Rabatt oder Punkte: Er erfordert eine Guthabenverwaltung mit den entsprechenden buchhalterischen Pflichten. Wer das braucht, sollte gezielt nach Geschenkkarten fragen — eine Rabattkarte ersetzt sie nicht.

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